Bioidentische Hormontherapie
Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen – wenn die Wechseljahre Ihren Alltag bestimmen, ist es Zeit für eine gezielte Antwort. Unsere Spezialsprechstunde begleitet Sie mit individuell abgestimmter bioidentischer Hormontherapie: auf Basis Ihrer persönlichen Laborwerte, klinisch geprüfter Wirkstoffe und einer offenen, ehrlichen Risikoaufklärung.
Grundlagen
Was sind bioidentische Hormone?
Bioidentische Hormone sind strukturell identisch mit den Hormonen, die Ihr Körper selbst produziert – chemisch nicht von ihnen zu unterscheiden. Ihr Körper kennt diese Moleküle. Die bekanntesten Vertreter sind Östradiol und mikronisiertes Progesteron, beide seit Jahrzehnten klinisch eingesetzt und gut erforscht.
Hergestellt werden sie aus pflanzlichen Rohstoffen – klassischerweise der mexikanischen Yamswurzel – und im Labor zu körperidentischen Hormonen weiterverarbeitet. Denselben Herstellungsweg nutzen übrigens auch industriell gefertigte Präparate.
Hergestellt werden sie aus pflanzlichen Rohstoffen – klassischerweise der mexikanischen Yamswurzel – und im Labor zu körperidentischen Hormonen weiterverarbeitet. Denselben Herstellungsweg nutzen übrigens auch industriell gefertigte Präparate.
- Pflanzliche Herkunft Ausgangsstoff ist Diosgenin aus der Yamswurzel. Das fertige Molekül ist strukturidentisch mit dem körpereigenen Hormon – unabhängig davon, ob industriell oder in der Apotheke hergestellt.
- Zugelassene Präparate Für zugelassene Arzneimittel wie mikronisierte Progesteronkapseln liegen umfangreiche Wirksamkeits- und Sicherheitsstudien vor. Nicht zugelassene Rezepturen unterliegen weniger Kontrolle – die tatsächlich resorbierte Hormonmenge ist schwerer zu bestimmen.
Wichtig: „Bioidentisch“ oder „natürlich“ ist keine automatische Sicherheitsgarantie. Entscheidend ist, ob ein Präparat arzneimittelrechtlich zugelassen ist und ob valide Studiendaten vorliegen. Wir arbeiten ausschließlich mit geprüften, zugelassenen Wirkstoffen.
Auf einen Blick
Sprechstunde
250 €
Indikation
Wann ist eine Hormontherapie sinnvoll?
Die Menopause ist keine Erkrankung – aber sie kann belasten. Eine Hormontherapie ist dann medizinisch indiziert, wenn Wechseljahresbeschwerden die Lebensqualität nachweislich einschränken. Maßgeblich ist Ihre subjektive Belastung, nicht allein ein Laborwert.
Hitzewallungen & Schweißausbrüche
Vasomotorische Beschwerden gehören zu den häufigsten Symptomen der Perimenopause – und zu den am besten durch eine Östrogentherapie behandelbaren.
Schlafstörungen
Hormonell bedingte Ein- und Durchschlafschwierigkeiten, die trotz guter Schlafhygiene bestehen, lassen sich durch eine gezielte Hormontherapie oft deutlich verbessern.
Stimmung & Konzentration
Reizbarkeit, Antriebsmangel und kognitive Beeinträchtigungen, die sich zeitlich mit dem Abfall des Östrogen- und Progesteronspiegels decken, sind häufige und ernst zu nehmende Beschwerden.
Knochenschutz bei Osteoporoserisiko
Östrogene hemmen den osteoklastären Knochenabbau. Bei erhöhtem Frakturrisiko kann eine Hormontherapie sinnvoll in die Osteoporoseprävention eingebunden werden – in Abstimmung mit dem Befund.

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Dr. Gesine Glasser
Fachärztin für Allgemeinmedizin, Betriebsärztin
Die bioidentische Hormontherapie kann eine gute Alternative für Ihre Behandlung sein. Kontaktieren Sie unsere Ansprechpartnerin gerne für weitere Informationen und profitieren Sie von der einer individuell abgestimmten Therapie!
Unsere Präparate
Individuelle Rezepturen –
auf Olivenölbasis
Ihre Hormone – so individuell wie Sie. Die Präparate werden von einer kooperierenden Apotheke auf ärztliche Verordnung eigens für Sie hergestellt. Als Trägersubstanz verwenden wir bewusst Olivenöl statt Soja – eine wichtige Besonderheit für Patientinnen und Patienten mit Sojaempfindlichkeit oder Isoflavon-Sensibilität.
Wirkstoff, Applikationsform und Dosierung werden gemeinsam mit Ihnen festgelegt. Typische Darreichungsformen sind orale Kapseln oder transdermale Gele. Die Rezepturkosten werden von der Apotheke direkt in Rechnung gestellt und sind keine GKV-Leistung.
Laboruntersuchungen erfolgen über ein kooperierendes Labor zu Selbstkosten. Ihre Befunde gelangen direkt zu uns – die Besprechung ist im Erstgespräch inbegriffen, kein separater Termin nötig.
Olivenöl statt Soja
Pharmakologisch neutral, gut verträglich und frei von Isoflavonen. Für viele Patientinnen und Patienten eine wichtige Alternative zur standardmäßigen Sojaölbasis.
Kooperierendes Labor
Ihre Befunde gelangen direkt zu uns. Die Besprechung ist im Erstgespräch inbegriffen – kein separater Termin, keine doppelten Wege.
Ablauf
Ihr Weg durch die Sprechstunde
Von der ersten Begegnung bis zur individuellen Rezeptur begleiten wir Sie Schritt für Schritt – transparent, in Ihrem Tempo, ohne versteckte Kosten.
01
Erstgespräch
Ausführliche Anamnese, Besprechung Ihrer Beschwerden & vollständige Risikoaufklärung gemäß aktueller Leitlinien
02
Labordiagnostik
Venöse Blutentnahme zu Selbstkosten – Bestimmung relevanter Hormonparameter & individuell ergänzender Werte
03
Befundbesprechung
Im Erstgespräch inbegriffen – gemeinsame Auswertung & Entwicklung eines individuellen Therapieplans
04
Individuelle Rezeptur
Herstellung Ihrer Zubereitung auf Olivenölbasis – exakt abgestimmter Wirkstoff, Dosis & Applikationsform
05
Verlaufskontrolle
Regelmäßige Überprüfung der Wirksamkeit & Dosisanpassung – kein abruptes Absetzen
Das Erstgespräch (250 €) umfasst bereits die Besprechung Ihrer Laborwerte. Laborkosten werden zu Selbstkosten weitergegeben. Keine GKV-Erstattung.
Transparenz & Sicherheit
Nutzen und Risiken –
eine ehrliche Einschätzung
Wir glauben an ehrliche Medizin. Deshalb sprechen wir nicht nur über die Vorteile der Hormontherapie – sondern auch über das, was Sie wissen sollten.
Was gut belegt ist: Östradiol und mikronisiertes Progesteron lindern wirksam vasomotorische Beschwerden wie Hitzewallungen sowie hormonell bedingte Schlafstörungen. Transdermale Östrogene umgehen den First-Pass-Effekt der Leber und sind mit einem geringeren Risiko für venöse Thromboembolien und Schlaganfall assoziiert als orale Präparate.
Was angenommen, aber nicht abschließend bewiesen ist: Dass die Kombination aus transdermalem Östradiol und mikronisiertem Progesteron ein insgesamt günstigeres Risikoprofil aufweist als ältere Präparatekombinationen – eine plausible, klinisch relevante Hypothese, die durch große randomisierte Studien noch nicht abschließend bestätigt wurde.
Was bekannt ist: Auch bioidentische Hormone heben bestimmte Risiken nicht vollständig auf. Wir sprechen diese offen mit Ihnen an – und treffen jede Entscheidung gemeinsam, auf Basis Ihres persönlichen Risikoprofils.
Quellen: Gartlehner et al., JAMA 2017 · Beral et al., Lancet 2019 · S3-Leitlinie Peri- und Postmenopause, DGGG 2020
Bekannte Risiken –
unabhängig von der Präparatart
- Erhöhtes Mammakarzinomrisiko (ab ca. 1 Jahr Therapiedauer)
- Venöse Thromboembolien (deutlich geringer bei transdermaler Applikation)
- Zerebrovaskuläre Ereignisse (insbes. bei oraler Östrogengabe)
- Erhöhtes Demenzrisiko bei Therapiebeginn nach dem 65. Lebensjahr
- Harninkontinenz (häufiger unter systemischer Östrogentherapie)
- Gallenblasenerkrankungen
Jede Therapieentscheidung wird individuell auf Basis Ihrer persönlichen Befunde, Ihres Risikoprofils und Ihrer Beschwerden getroffen.
Häufige Fragen
Was Patientinnen uns oft fragen
Sind bioidentische Hormone sicherer als „synthetische"?
Nicht per se. Strukturidentität mit körpereigenen Hormonen bedeutet keine automatisch günstigere Risikobilanz. Östradiol und mikronisiertes Progesteron sind gut erforscht und seit Jahrzehnten klinisch bewährt. Für nicht zugelassene Rezepturen ist die Datenlage dünner. Wir setzen ausschließlich auf Wirkstoffe mit valider Evidenzbasis – und sagen Ihnen ehrlich, was belegt ist und was nicht.
Wozu brauche ich eine Blutuntersuchung, wenn ich doch Beschwerden habe?
Die Indikation zur Hormontherapie wird symptombasiert gestellt – Ihre Beschwerden sind entscheidend, nicht ein einzelner Laborwert. Die Blutdiagnostik hilft uns, Ihre hormonelle Ausgangslage zu verstehen, relevante Kontraindikationen auszuschließen und die Dosierung präzise zu orientieren. Speicheltests gelten als nicht leitlinienkonform und werden von uns nicht eingesetzt.
Warum Olivenöl statt Soja als Trägersubstanz?
Sojaöl enthält Isoflavone – pflanzliche Phytoöstrogene – und kann bei entsprechender Empfindlichkeit oder Allergie problematisch sein. Olivenöl ist pharmakologisch neutral, gut verträglich und für alle Patientinnen und Patienten geeignet. Unsere kooperierende Apotheke verwendet es standardmäßig als Basis.
Wie lange dauert eine Hormontherapie?
Das ist individuell und richtet sich nach Symptomverlauf und Risikoprofil. Leitliniengemäß gilt: so niedrig dosiert wie möglich, so kurz wie nötig. Ein abruptes Absetzen kann ein Wiederauftreten der Beschwerden auslösen – wir empfehlen daher eine schrittweise Dosisreduktion über einen längeren Zeitraum.
Wird die Therapie von der Krankenkasse übernommen?
Nein. Das Erstgespräch (250 €) sowie die individuellen Rezepturen sind privatärztliche Leistungen und werden von gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet. Laborkosten werden zu Selbstkosten weitergegeben. Wir legen alle Kosten vorab transparent offen.
Wer kann an der Sprechstunde teilnehmen?
Die Sprechstunde richtet sich primär an Frauen in der Peri- und Postmenopause mit klinisch relevanten Beschwerden. Auch Männer mit hormonellen Fragen sind herzlich willkommen. Grundlage ist stets ein persönliches Erstgespräch mit vollständiger Anamnese.
Bereit für Ihren Moment?
Stärkung von innen heraus – wir beraten Sie gern.
Vereinbaren Sie ein unverbindliches Gespräch in unserer Privatklinik in der Eisenbahnstraße. Termine nur nach Vereinbarung.

Anschrift
Eisenbahnstraße 1-3
04315 Leipzig
Sprechzeiten
Nur nach Terminvereinbarung. Sie möchten einen Termin? Dann rufen Sie uns gern an oder hinterlassen Sie uns eine Nachricht.
